Universitätsklinikum Heidelberg

Inkontinenz

Definition der Erkrankung

Harninkontinenz, im Volksmund besser bekannt als Blasenschwäche, ist das Unvermögen willkürlich, zur passenden Zeit und an einem geeigneten Ort, die Blase zu entleeren. Der unwillkürliche Urinverlust kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein; von einigen Tropfen Harnverlust bis zu permanentem Harnverlust, ohne die Möglichkeit auch nur geringe Mengen Harn halten zu können. Betroffene sind durch den unwillkürlichen Harnabgang im Alltag oft stark beeinträchtigt. Der unwillkürliche, unfreiwillige Urinabgang ist eine häufige Erkrankung, die zirka 50 Prozent aller über 50-jährigen Frauen betrifft.

Trotz der teilweisen deutlichen Beeinträchtigung im Alltag, trauen sich nur wenige entsprechende Hilfe einzuholen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Inkontinenz immer noch von vielen als „Tabuthema“ angesehen wird; und dies obwohl mehrere Millionen Menschen in Deutschland von Inkontinenz betroffen sind. Dabei ist die Harninkontinenz oft sehr gut behandelbar.

Die häufigsten Formen der Inkontinenz sind:

Ablauf der Behandlung

In unserer Klinik stellt neben einer differenzierten Diagnostik, wie einer körperlichen Untersuchung, Urin- und Ultraschalluntersuchungen, insbesondere das persönliche Gespräch mit der betroffenen Patientin/dem betroffenen Patienten einen wichtigen Schritt in der Abklärung der Inkontinenzproblematik dar. Gegebenenfalls erfolgt eine Erweiterung der Diagnostik durch Röntgenuntersuchungen, eine Blasenspiegelung sowie eine Blasendruckmessung. Anhand der Untersuchungsergebnisse können dann zusammen mit der Patientin/dem Patienten therapeutische Möglichkeiten erörtert und ein Behandlungsplan erstellt werden.

Verfahren
Blasendruckmessung

Grundlage der kompetenten Behandlung einer Blasenschwäche (Harninkontinenz) oder einer neurogenen Blase ist die exakte Diagnose der Fehlfunktion von Blase und/oder Schließmuskel. Mit der...

Therapie
Botulinumtoxin-Therapie

Das Botulinumtoxin ist ein potentes Nervengift, dessen Wirkung auf die Nervenleitung und Muskelfunktion erstmals 1817 beschrieben wurde. Über die letzten Jahre, fand das Nervengift in niedrigster...

Verfahren
Bulking agents
Verfahren
Burch-Kolposuspension

Eine weitere Therapieoption nach Versagen konservativer Behandlungsmöglichkeiten bei Harninkontinenz mit oder ohne Beckenbodensenkung ist die Kolposuspension nach Burch. Auch wenn sie aufgrund...

Verfahren
Faszienzügelplastik

Die Faszienzügelplastik ist ein Operationsverfahren, welches hauptsächlich in Rezidivsituationen bei weiblicher Harninkontinenz eingesetzt wird, d.h. wenn andere Operationsmethoden zu...

Verfahren
Harnröhrenschlingen
Verfahren
Harnröhrensphinkter AMS 800™
Verfahren
Pro-ACT
Verfahren
Spannungsfreie Bänder

Wenn konservative Behandlungsoptionen nicht mehr ausreichen um die Belastungsinkontinenz zu beheben, stehen mehrere operative Verfahren zur Verfügung. Seit Mitte der 90-iger Jahre, werden kleine...