Endovaskuläre Schlaganfalltherapie

Neurologie und Poliklinik Neuroradiologie

minimal-invasiv

Erklärung

Die Effektivität der systemischen Thrombolyse ist auf frühe Zeitfenster (max. 4,5 Std nach Symptombeginn) und volumenmäßig kleine Gerinnsel beschränkt. In den letzten Jahren wurden verschiedene Spezialwerkzeuge entwickelt, mit denen es möglich ist, durch eine neuroradiologische Intervention das Gerinnsel mechanisch zu entfernen. Bei richtiger Patientenselektion handelt es sich um ein hoch-effektives Verfahren, für das – im Unterschied zur systemischen Thrombolyse – kaum Kontraindikationen bestehen.

In der Abteilung Neuroradiologie (Prof. Dr. Bendszus) wird dieses Verfahren mit zunehmender Häufigkeit (aktuell etwa 400mal /Jahr) angewendet. Die Fallzahlsteigerung der letzten Jahre war auch durch eine Intensivierung der Kooperation mit umliegenden Kliniken, die diese Behandlung nicht (jederzeit) anbieten können, möglich.

Nach erfolgter endovaskulärer Schlaganfalltherapie erfolgt die weitere Behandlung der Patienten auf der Stroke Unit der  neurologischen Intensivstation.

Komplikationen / Risiken

Intra- oder extrakranielle Blutung (auch tödlich), Thrombusverschleppung, Gefäßverletzung

Erkrankungen