Bandverletzung des Sprunggelenks

Bereich Sportorthopädie und Sporttraumatologie

Definition der Erkrankung

Wird das Sprunggelenk über sein natürliches Bewegungsmaß hinaus bewegt, kann es zu Verletzungen der einzelnen Bandstrukturen kommen. Das Außenband ist hierbei am häufigsten betroffen. Man unterscheidet zwischen einfachen Verstauchungen (Distorsion), Überdehnungen (Elongation), Teilrupturen und Komplettrupturen, sowie knöchernen Ausrissen (Avulsionsverletzungen) der einzelnen Bandstrukturen.

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Ursachen

Eine akute Bandverletzung des oberen Sprunggelenks (OSG) entsteht häufig durch eine Verstauchung (Distorsion) beim Sport oder im Alltag (z.B. Treppenstufe übersehen) und geht meist mit starken Schmerzen einher. Sind die Bänder teilweise oder vollständig gerissen, können sie ihre Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen, dies kann dazu führen, dass das betroffene Gelenk an Stabilität verliert. Chronische Instabilitäten des OSG ergeben sich meist aus wiederholten Bandverletzungen. Auch hormonelle Einflüsse sowie das Gewicht sind Risikofaktoren einer chronischen Instabilität.

Ablauf der Behandlung

Nach Zusammenschau der klinischen und radiologischen Befunde erfolgt die individuelle Therapieempfehlung. Eine akute Bandverletzung des oberen Sprunggelenks kann in den allermeisten Fällen konservativ therapiert werden. Durch eine Sprunggelenksorthese und ein spezielles Nachbehandlungsschema kann hierbei die Stabilität im Sprunggelenk wiederhergestellt werden.

Bei höhergradigen Instabilitäten (u.a. Beteiligung der Syndesmose) und chronischen Instabilitäten kann eine operative Therapie notwendig werden. Dann führen wir eine anatomische Bandplastik mittels körpereigenem Sehnenmaterial durch, hierdurch werden die geschädigten Bandanteile verstärkt beziehungsweise ersetzt.

Im Rahmen der universitären Patientenversorgung verfügen wir über eine breite Expertise und die notwendige Erfahrung hinsichtlich der verschiedenen Operationsverfahren und können so die für den Patienten am besten geeignete Therapie wählen.

Die Eingriffe erfolgen in einem hierauf spezialisierten OP-Saal im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes.

Nachsorge

Je nach Umfang des operativen Eingriffs empfehlen wir in der Regel anschließend eine Teilbelastung von 20 kg an Unterarmgehstützen für 2 -6 Wochen. Während der Teilbelastung raten wir zur Thromboseprophylaxe. Bereits im Rahmen des Aufenthalts erfolgt die individuelle Anpassung eines Spezialschuhs (Tragedauer 6 Wochen). Um einen optimalen Therapieerfolge zu erreichen, sollte die individuell festgelegte und initial begonnene Physiotherapie regelmäßig ambulant weiter durchgeführt werden.

Spezialisten

  • Portrait von Dr. med. Yannic Bangert

    Dr. med. Yannic Bangert

    Leitender Orthopäde am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar
    Teamarzt TSG 1899 Hoffenheim

    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
    Sportmedizin

    Schwerpunkt

    Gelenkerhaltende Chirurgie des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks