Angiographie, Neuroradiologie Heidelberg

Sektion Vaskuläre und Interventionelle Neuroradiologie

Erklärung

Die Neuroradiologie in Heidelberg ist die größte universitäre Schwerpunktabteilung für Neurointerventionen in Deutschland. Wir sind hochspezialisiert auf zerebrale Angiographien und endovaskuläre Eingriffe an den Blutgefäßen des Gehirns und führen diese täglich durch. So bieten wir unseren Patienten das gesamte Spektrum an diagnostischen und therapeutischen neurointerventionellen Verfahren an. Unsere Abteilung genießt auch im internationalen Vergleich einen exzellenten Ruf.

 

Die Angiographie ist ein radiologisches Verfahren zur Darstellung der Blutgefäße – dank modernster Technik ist an unserer Klinik eine Darstellung in höchster Auflösung möglich. So kann eine Vielzahl von Erkrankungen der Blutgefäße erkannt und auch direkt behandelt werden.

Im vergangenen Jahr wurden bei uns mehr als 1.000 diagnostische Angiographien sowie mehr als 1200 minimal-invasive Eingriffe durchgeführt. Fünf erfahrene Oberärzte stehen in Heidelberg zur Verfügung, die das gesamte Spektrum der interventionellen Eingriffe beherrschen. Für Notfalleingriffe besteht eine Rufbereitschaft rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Das zeichnet uns aus:

  1. Größte universitäre Abteilung für interventionelle Neuroradiologie
  2. Exzellenter Ruf im internationalen Vergleich
  3. Angiographieanlagen der allerneuesten Generation
  4. Angiographien werden täglich durchgeführt, mehr als 1000 pro Jahr
  5. Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Neurologie, Neurochirurgie, HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Gefäßchirurgie, Kinderheilkunde, Strahlentherapie und anderen Kliniken
  6. Ambulante Nachsorgetermine können in unserem Haus durchgeführt werden

Angiographieanlage der allerneusten Generation

Die Untersuchung wird mit der Angiographieanlage durchgeführt. Dank unserer Angiographieanlagen der allerneuesten Generation (Firma Siemens), können wir Aufnahmen kontinuierlich und hochauflösend in zwei Ebenen mit digitalen, strahlungsarmen Röntgendetektoren anfertigen.

Angiographie: Ablauf der Untersuchung

Für eine Angiographie werden Sie in Rückenlage auf dem Angiographietisch gelagert. Der Neuroradiologe trägt – wie im OP – Haube, Gesichtsmaske, sterilen Kittel und sterile Handschuhe.

Die Eingriffe führen wir in der Regel von der Leiste aus durch. Entweder unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose wird ein feiner Katheter in das Gefäßsystem gebracht und vorsichtig nacheinander zu den relevante Gefäßen navigiert. Dies wird unter Röntgenstrahlung kontrolliert. Die Bewegungen des Katheters spürt man im Allgemeinen nicht.

Mit der Injektion von Röntgenkontrastmittel können die Blutgefäße in höchster Auflösung dargestellt werden. Zur Behandlung können dann verschiedenste Materialien (z.B. Gefäßprothesen oder Platinspiralen) ebenfalls unter Röntgenkontrolle an den gewünschten Ort der Hirngefäße gebracht werden. Die Injektion des Kontrastmittels kann ein kurzzeitiges Wärmegefühl hervorrufen und je nach dargestelltem Gefäß auch kurzzeitig zu Schwindel oder zur Wahrnehmung von Lichtblitzen führen.

Nach Darstellung der Gefäße wird der Katheter entfernt und die Einstichstelle entweder durch manuelle Kompression und Druckverband oder durch ein Verschlußsystem versorgt.

Angiographie: Vorbereitung

  • Bitte planen Sie einen stationären Aufenthalt mit einer Übernachtung ein.
  • Bitte erscheinen Sie am Untersuchungstag nüchtern (bitte nicht essen, nicht trinken, nicht rauchen). Ihre täglichen Medikamente dürfen Sie jedoch mit einem kleinen Schluck Wasser einnehmen.
  • Bitte bringen Sie aktuelle Laborwerte zur Untersuchung mit (Kreatinin, Harnstoff, TSH basal, Gerinnung), sofern diese nicht im Vorfeld im Klinikum abgenommen wurden. Die Laborwerte sollten zum Zeitpunkt der Angiographie nicht älter als 4 Wochen sein.
  • Bitte entfernen Sie Schmuck, der sich am Kopf oder in dessen Nähe befindet (z.B. Ohrringe, Halskette, Piercings), bereits zu Hause.

Angiographie: Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung müssen Sie je nach Versorgung der Punktionsstelle in der Leiste entweder 24h oder 6h absolute Bettruhe einhalten. Essen und trinken dürfen Sie wieder, sobald Sie zurück sind auf der Station. Sie bleiben stationär bis zum Folgetag.

Relative Kontraindikationen:

Schwangerschaft, bekannte Allergie auf Röntgenkontrastmittel, Schilddrüsenüberfunktion, eingeschränkte Nierenfunktion.

Folgende Erkrankungen können über endovaskuläre Eingriffe behandelt werden:

  • Aneurysma der Hirnarterien (Coiling)
  • Verschluss von arteriovenöser Malformation (AVM) des Gehirns oder Rückenmarks (Embolisation)
  • Verschluss arteriovenöser Fistel (DAVF) des Gehinrs oder Rückenmarks (Embolisation)
  • Gefäßeinengungen (Stenose) der hirnversorgenden Gefäße (Stenting)
  • Verschluss gefäßreicher Tumore (Embolisation)
  • Eröffnung verschlossener Hirnarterien (mechanische Thrombektomie)
  • Kindliche Gefäßmalformationen (Embolisation)
  • Auflösung von Gerinnseln beim akuten Schlaganfall (Thrombolyse)

So treten Sie mit uns in Kontakt

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Unsere Spezialisten für Angiographie

PD Dr. med. Markus Möhlenbruch