Einrichtungen

Station Mayer-Gross

Gehört zu Zentrum für Psychosoziale Medizin
Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Allgemeinpflegestation

Kontakt
Voßstraße 4
69115 Heidelberg
Anfahrt


06221 56-4462
06221 56-1742

Besuchszeiten

Keine Besuchszeiten

Leitung

Ulrike Neureither

Stationsleitung


Stellvertretende Leitung

Sebastian Götz

Stellv. Stationsleitung


Personen

Dr. med. Gudrun M. Henemann

Stationsärztin


Katharina Karl

Klinische Sozialarbeit

Schwerpunkt

Station Mayer-Groß, Tagesklinik Kraepelin


06221 56-4491

Dr. med. Joshua Krämer

Stationsarzt


Dr. med. Tim Schnitzler

Ärztliche Leitung


Florian Werler

Stationsarzt


Allgemeine Informationen

Behandlungskonzept

Die Station Mayer-Gross ist eine beschützte psychiatrische Akut- und Aufnahmestation. Hier werden Patientinnen und Patienten behandelt, die aufgrund der akuten Schwere ihrer Erkrankung von einem beschützenden Rahmen profitieren.

Behandlungsschwerpunkte sind diagnostische Abklärung und Akutbehandlung von Patienten mit schizophrenen und affektiven Störungen sowie Kriseninterventionen bei suizidgefährdeten Patienten, beispielsweise mit akuten Belastungsreaktionen oder Anpassungsstörungen. Bei Verdacht auf eine organische psychische Störung erfolgt eine umfassende somatische Abklärung in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der entsprechenden Fachdisziplinen. Die Aufnahme erfolgt in Rücksprache mit unserem Dienstarzt oder nach Anmeldung über unser Zentrales Patientenmanagement mit einer Einweisung durch niedergelassene Ärzte.

Bei Patienten mit  akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung kann es vorkommen, dass diese eine dringend notwendige Behandlung krankheitsbedingt ablehnen. In diesen Fällen ist unter Umständen eine richterliche Unterbringung nach dem Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzt Baden-Württemberg bzw. nach dem Betreuungsgesetz erforderlich.

Therapieprogramm

Regelmäßige Arztkontakte, Psychologengespräche sowie bei Bedarf Kontakte mit unserem Sozialdienst gehören zum festen Bestandteil des Therapieangebotes auf Station Mayer-Gross. Entsprechend des individuellen Bedarfs werden weiterhin Paar- bzw. Familiengespräche angeboten. 

Therapieplan Station Mayer-Gross (PDF)

Ausstattung

Die Station Mayer-Gross verfügt über 15 Betten in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern sowie über sowie über zwei Aufenthaltsräume.  Die Station hat direkten Zugang zu einem Garten (vgl. auch Bildergalerie).

Namensgebung

Professor Wilhelm Mayer-Gross (1889 bis 1961) war von 1912 bis 1933 an der Psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg tätig. Als Jude von den nationalsozialistischen Machthabern seines Amtes enthoben, emigrierte er nach Großbritannien, wo er bis zu seinem Tode in London, Dumfies (Schottland) und in Birmingham wirkte.

Wilhelm Mayer-Gross gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der „Heidelberger Schule“ der klassischen Psychopathologie, die das Erleben der Kranken als den Ausgangspunkt ihrer durch Einfühlung, methodische Sorgfalt und begriffliche Präzision gekennzeichneten Forschung ansah. Mayer-Gross’ Arbeiten zur Schizophrenie, über Psychosen und Halluzinationen stellen bis heute grundlegend gebliebene Texte dar, die einen – auch therapeutisch geprägten – Zugang zur inneren Erlebniswelt des psychotischen Menschen eröffnen. Nach seiner Emigration beschäftige sich Mayer-Gross zunächst mit neuropsychiatrischen Krankheitsbildern, später dann mit Fragestellungen der Psychopharmakologie und der biologischen Psychiatrie. Sein ärztliches und wissenschaftliches Lebenswerk ist durch ein verstehendes Umgehen mit seelisch Kranken geprägt.

Karriere

Team

  • 1 Oberärztin
  • 18 Mitarbeiter der Pflege in Voll- und Teilzeit
  • 1 Teamassistentin
  • 1 Stationssekretärin
  • 3 Assistenzärzte
  • 1 Psychologe im Praktikum
  • 1 Sozialarbeiterin
  • 1 Bewegungstherapeutin
  • 1 Ergotherapeutin

Die Aufgaben der Pflegepersonen im multiprofessionellen Team

Im Rahmen der psychiatrischen Krankenpflege sind die Aufgaben der Pflegeperson orientiert an den individuellen seelischen Problemen und Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten. Die akute Symptomatik und die Schwere der Erkrankung bedeuten für unsere Patienten zumeist eine krisenhaft zugespitzte Lebenssituation, die eine enge Begleitung und Unterstützung in vielfältigen Alltagsfragen durch das Pflegeteam erfordert. Die Pflege unterstützt hier als Teil des multiprofessionellen Teams intensiv die multimodale Behandlung. Ziel unserer Arbeit ist, eine Stabilisierung der Patienten zu erreichen und individuell eine Behandlungsperspektive auf einer weiterführenden Station, im ambulanten oder teilstationären Rahmen zu erarbeiten.

Die Pflegepersonen arbeiten im Bezugspflegesystem, das heißt, jeder Patient hat pro Schicht eine feste Bezugsperson, die sich um dessen Bedürfnisse und Belange kümmert.

Zu den weiteren Aufgaben der Pflege gehört die Praxisanleitung von Auszubildenden der Kranken- und Altenpflege und Teilnehmern des Freiwilligen Sozialen Jahrs.