Diabetisches Fußsyndrom

Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie

Definition der Erkrankung

Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) stellt eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus dar. Aufgrund von Durchblutungsstörungen oder Nervenschädigungen der Beine entstehen bei Betroffenen häufig unbemerkt Wunden am Unterschenkel oder Fuß, die nicht von alleine abheilen.

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Ablauf der Behandlung

Oberstes Ziel ist die Erhaltung eines belastbaren Fußes und somit der Mobilität der Patienten. Da  bei  Fußamputationen in 80 Prozent der Fälle eine Fußverletzung (sog. Ulcus) vorausgeht, ist die  Vorbeugung erwiesenermaßen die erfolgreichste Strategie.

Ist es einmal zu einem Ulcus gekommen, ist eine möglichst frühzeitige Evaluation der Entstehungsweise und der Ursachen  sowie eine von Anfang an gezielte, umfassende Therapie für den weiteren Verlauf entscheidend wichtig. Hier kann nur ein interdisziplinäres Behandlungskonzept erfolgreich sein.

Deshalb wurde unter dem Dach des Universitätsklinikums Heidelberg ein Fußzentrum etabliert, in dem Diabetologen und Diabetesassistentinnen eng mit erfahrenen Gefäßchirurgen, interventionellen Radiologen, Orthopäden, Chirurgen für Plastische Chirurgie, Angiologen, Infektiologen sowie mit einem Orthopädieschuhmacher und einer Fußpflegerin (Podologin) zusammenarbeiten. Patienten mit akuten Problemen können auf der Fußstation stationär behandelt und wenn nötig zügig in die Gefäßchirurgische oder Orthopädische Klinik verlegt werden.

Es wurde eine interdisziplinäre Sprechstunde eingerichtet, in welcher Patienten mit schwierigen Fußproblemen im Team beraten werden. Die Planung erfolgt nach Voruntersuchung in der Fußambulanz.

Eine Zusammenarbeit mit einigen Dialysestationen und verschiedenen Hausarztpraxen sowie Pflegediensten existiert bereits und kann weiter ausgebaut werden.