Impingementsyndrom des Sprunggelenks

Bereich Sportorthopädie und Sporttraumatologie

Definition der Erkrankung

Beim Impingementsyndrom (dt.: Zusammenstoß) des Sprunggelenks unterscheidet man ein vorderes und hinteres Impingement. Ein vorderes Impingement im oberen Sprunggelenk meint eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung insbesondere bei Dorsalextension (Bewegung des Fußes in Richtung Fußrücken). Bei einem dorsalen Impingement kommt es zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung vor allem bei Plantarflexion (Bewegung des Fußes in Richtung Fußsohle; „Gasgeben“). 

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Ursachen

Vorderes Impingement:

Dies entsteht zumeist durch einen knöchernen Kontakt der Schienbeinvorderkante (Tibia) mit dem Sprungbein (Talus). Häufige Belastungen in Dorsalextension, wie z.B. bei Fußballern, können zur Bildung von Osteophyten (knöcherne Anbauten) führen.

Hinteres Impingement:

Häufig findet sich hier ein zusätzlicher (akzessorischer) Knochen hinter dem Sprungbein (Talus), das sog. Os Trigonum. Normalerweise vereinigen sich Os trigonum und Sprungbein während der Knochenreifung. Bei manchen Jugendlichen bleibt diese Verschmelzung aus.

Ablauf der Behandlung

Nach Zusammenschau der klinischen und radiologischen Befunde erfolgt die individuelle Therapieempfehlung. Zunächst kann bei einem Impingementsyndrom des Sprunggelenks ein konservativer Therapieversuch mittels Physiotherapie, Entlastung und ggf. Infiltrationstherapie unternommen werden.  Sind konservative Therapiemaßnahmen ausgeschöpft und die Beschwerden persistent, kann das Impingement operativ im Rahmen einer Arthroskopie („Schlüssellochchirurgie“) durch Abtragung der Osteophyten bzw. des Os trigonum therapiert werden.

Im Rahmen der universitären Patientenversorgung verfügen wir über eine breite Expertise und die notwendige Erfahrung hinsichtlich der verschiedenen Operationsverfahren und können so die für den Patienten am besten geeignete Therapie wählen.

Die Eingriffe erfolgen in einem hierauf spezialisierten OP-Saal und werden in der Regel ambulant durchgeführt.

Nachsorge

Nach einer postoperativen Phase der Kreislaufüberwachung werden Sie, sofern möglich, noch am selben Tag in das häusliche Umfeld entlassen.

Je nach Umfang des operativen Eingriffs empfehlen wir anschließend eine Teilbelastung von 20 kg an Unterarmgehstützen für 1 -2 Wochen, bei zusätzlichen Begleiteingriffen ggf. länger. Während der Teilbelastung raten wir zur Thromboseprophylaxe. Um einen optimalen Therapieerfolge zu erreichen, sollte die individuell festgelegte Physiotherapie regelmäßig ambulant durchgeführt werden.

Spezialisten

  • Portrait von Dr. med. Yannic Bangert

    Dr. med. Yannic Bangert

    Leitender Orthopäde am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar
    Teamarzt TSG 1899 Hoffenheim

    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
    Sportmedizin

    Schwerpunkt

    Gelenkerhaltende Chirurgie des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks