Universitätsklinikum Heidelberg

Erklärung

Wird im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung eine schnelle Herzrhythmusstörung festgestellt, kann diese meist in derselben Sitzung mit Hilfe einer Verödung (Katheterablation) erfolgreich behandelt werden. Dazu stehen an der Universitätsklinik Heidelberg verschiedene Verfahren zu Verfügung. Meist kommt die so genannte Radiofrequenzablation zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Technik bei der mit Hilfe eines hochfrequenten Wechselstroms punktuell Hitze im Herzmuskel erzeugt wird. Eine Alternative stellt die so genannte Kryoablation dar. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Ursprungsorte der Herzrhythmusstörungen mittels Vereisung ausgeschaltet werden. Die Wahl des geeigneten Ablationsverfahrens trifft der Untersucher in Abhängigkeit der individuellen Gegebenheiten.

Bei gewöhnlichen Herzrhythmusstörungen genügt meist die anatomische Sicht im Röntgenbild in Kombination mit den elektrischen Signalen der Katheter zur Durchführung einer erfolgreichen Ablation. Im Gegensatz dazu werden bei komplexeren Herzrhythmusstörungen moderne Computerverfahren eingesetzt, mit deren Hilfe es möglich ist, die Herzhöhlen dreidimensional abzutasten. Mit Hilfe der so erstellten dreidimensionalen Modelle können komplexe Erregungsabläufe erfasst und gezielte Ablationen durchgeführt werden.

Als eines von wenigen Zentren weltweit besitzt die Universitätsklinik Heidelberg mit dem „Sensei-System“ einen steuerbaren Ablationsroboter. Mit Hilfe dieser Technik können auch schwer zu erreichende Areale im Herz sicher angesteuert werden. Der Untersucher orientiert sich bei diesem Verfahren meist mit Hilfe dreidimensionaler Computermodelle und steuert die Katheterspitze über einen 3D-Joystick.

Herz
Extrasystolie und ventrikuläre Tachykardie

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Herz
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Portrait von PD Dr. med. Patrick Lugenbiel
Prof. Dr. med. Patrick Lugenbiel
Portrait von Prof. Dr. med. Dierk Thomas
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