Kinderradiologie / Pädiatrische Neuroradiologie

Neuroradiologie

Erklärung

In der Kinderradiologie der Neuroradiologie Heidelberg sind wir spezialisiert auf die Epilepsiediagnostik mit im Haus entwickelten hochauflösenden und extrem dünnschichtigen Sequenzen. Auch für die Abklärung von Stoffwechselerkrankungen in Form einer auf großer Erfahrung beruhenden „Mustererkennung“, verbunden mit einer speziellen Untersuchungstechnik zum direkten Nachweis von Störungen des Hirnstoffwechsels, der MR-Spektroskopie, eilt uns unser Ruf voraus.

80 Prozent der Kinder-MRTs sind Neurountersuchungen: Beispielsweise bei der Abklärung von Entwicklungsstörungen wie Fehlbildungen des Gehirns und der Wirbelsäule, Sauerstoffmangel-Schädigungen, Stoffwechselerkrankungen, Wachstums- und Pubertätsstörungen, von Kopfschmerzen sowie bei der Diagnostik von Tumorerkrankungen.

Unsere  hochspezialisierten Kinderradiologinnen, Frau Dr. Seitz und Frau Dr. Harting verfügen über 25 Jahre Erfahrung in der Kinderradiologie und versorgen unsere kleinen Patienten mit viel Expertenwissen und Empathie – teilweise bis ins junge Erwachsenenalter.

Das zeichnet uns aus:

  • Alles vor Ort und unter einem Dach: Unser Team arbeitet interdisziplinär mit anderen Abteilungen der Uniklinik Heidelberg zusammen
  • Ein spezielles MRT für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren, bei dem die Eltern im Untersuchungsraum an der Seite der Kinder sein dürfen
  • Ein hochspezialisiertes Team mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Kinderradiologie
  • Durchführung von 2.500 neuroradiologischen Untersuchungen pro Jahr
  • 1.5 Tesla-Gerät mit neuester Software-Ausstattung und alle gängigen Spezialverfahren wie die Spektroskopie und Perfusionsmessungen
  • Spezielle Protokolle, die auch Fehlbildungen im Millimeter-Bereich aufspüren
  • Eine spezielle MRT-Tagesklinik zur Vor- und Nachbereitung der MRT-Untersuchung von Kindern

Weiterer Schwerpunkt: Tumordiagnostik bei Kindern

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für individualisierte pädiatrische Onkologie (ZIPO) im NCT (Nationales Zentrum für Tumorerkrankungen) bildet die Tumordiagnostik einen weiteren Schwerpunkt der Kinderradiologie. Viele unserer Patienten mit einem kindlichen Hirntumor aus dem In- und Ausland werden auch über das achtzehnte Lebensjahr hinaus individuell in Heidelberg betreut.

In Form eines Tumor-Boards werden zudem einzelne Befunde sowie therapeutische Vorgehen bei komplexen kindlichen Tumoren des Gehirns und des Rückenmarkes interdisziplinär im Team der Pädiatrischen Neuroonkologie, der Abteilung für pädiatrische Neurochirurgie und der Radiotherapie besprochen.

Aufenthalt in der Kinderradiologie: Eltern sind immer mit dabei

Auf unserer Station besteht für Eltern die Möglichkeit, ihr Kind in den Untersuchungsraum zu begleiten und es zu unterstützen. Eine Wunsch-CD, die über Kopfhörer eingespielt wird, kann dem Kind die Untersuchung erleichtern. Ein periskopartiges Spiegelsystem ermöglicht es dem Kind zudem, jederzeit Blickkontakt mit den Eltern aufnehmen.

Kinder bis zum Alter von etwa 6 Jahren, die eine 20 bis 30-minütige Untersuchung ohne Kopfbewegung noch nicht tolerieren, werden in sogenannter „Sedierung“ untersucht – eine Methode, die sich über Jahre bewährt hat und wesentlich schonender ist als eine Vollnarkose. Hierfür wurde eine Tagesklinik ins Leben gerufen, in der Eltern und Kinder morgens aufgenommen werden. Die Kinder erhalten einen Schlafmittelsaft, kommen tiefschlafend zur Untersuchung und können anschließend in der Tagesklinik noch einmal zwei bis drei Stunden ausruhen.

Neben den Röntgenassistenten sind zudem ganztägig zwei Assistenzärzte anwesend, die gerne alle Fragen der Eltern beantworten.

Beispiele aus der Stoffwechseldiagnostik: 3 Patienten mit gestörter Entwicklung und großem Kopf - Diagnostik über Mustererkennung im MRT
Beispiele aus der Epilepsiediagnostik: 3 Patienten mit schwerer Epilepsie infolge angeborener Fehlbildungen - Diagnostik über speziell entwickelte hochauflösende 3D-Sequenzen
Beispiele aus der Tumordiagnostik: 3 Patienten mit typischen kindlichen Hirntumoren - Differenzialdiagnostik über Lokalisation, Signal- und Kontrastmittelverhalten
Beispiele aus der Wirbelsäulendiagnostik: A: 5-jähriger Junge mit Blasenentleerungsstörung - die Ursache einer verminderten Beweglichkeit des Rückenmarkes ist bereits auf den Übersichtssequenzen erkennbar in Form eines Fibrolipoms des Filum terminale. B: 18 Monate altes Mädchen mit Fußdeformitäten: eine Pathologie des Filum terminale ist nicht erkennbar, die Untersuchung in Bauchlage zeigt jedoch eindeutig eine verminderte Absenkung der Nervenbahnen in Bauchlage – Diagnose eines Fibrolipoms ohne erkennbaren Fettanteil. C: Normalbefund – Position von Rückenmark und Nervenfasern in Rücken- und Bauchlage.

Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team

Unser Kinderradiologie-Team arbeitet direkt vor Ort. So vermeiden wir unnötige und belastende Transportwege in die Kopfklinik und gewährleisten unseren kleinen Patienten und ihren Eltern vor Ort eine enge Kooperation mit allen Abteilungen der Kinderklinik.

MRT für Kinder: neueste Software-Ausstattung mit eigens entwickelten Spezialverfahren

Die MRT-Untersuchungen für Kinder führen wir an unserer Kinderklinik an einem 1.5 Tesla-Gerät mit neuester Software-Ausstattung durch. Dabei bieten wir alle gängigen Spezialverfahren an, wie die Spektroskopie und Perfusionsmessungen. Unsere technischen Geräte berücksichtigen auch die Besonderheiten von MRT-Untersuchungen bei Kindern. Um die kleinen Patienten nicht unnötig zu belasten, ist das MRT kindergerecht geräuscharm und arbeitet mit Sequenzen, die Bewegungsunschärfe unterdrücken.

Für besondere kinderbezogene Fragestellungen, wie die Epilepsiediagnostik oder die Fehlbildungsdiagnostik der Wirbelsäule (Spina bifida oder Tethered Cord), haben wir in Zusammenarbeit mit der Physikabteilung für experimentelle Neuroradiologie spezielle Untersuchungstechniken mit 1mm-3D-Sequenzen entwickelt, die es möglich machen, auch kleinste Fehlbildungen im Millimeter-Bereich aufzuspüren. Diese Methoden werden im Haus stetig weiterentwickelt und auf die besonderen Bedürfnisse bei der Untersuchung der kleinen Patienten angepasst.

Innerhalb von ein bis maximal zwei Tagen dürfen Eltern mit den Untersuchungsergebnissen rechnen. Das Team der Kinderneuroradiologie steht aber natürlich auch kurzfristig bei Fragen zur Verfügung.

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