Forschung Nationales…

Nationales Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin

DAS UKHD IST AN 13 VERBUNDPROJEKTEN BETEILIGT

Zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie wurde im April 2020 der nationale Forschungsverbund „Netzwerk Universitätsmedizin“ (Netzwerk Universitätsmedizin, Home | Netzwerk Universitätsmedizin (netzwerk-universitaetsmedizin.de)) gegründet, mit dem Ziel die Kompetenzen, Ressourcen und Aktivitäten aller 36 Universitätskliniken in Deutschland zu bündeln und stärken.

Auf diese Weise sollen einheitliche Strukturen und Prozesse in den Kliniken geschaffen werden, um mit der der aktuellen Pandemie und auch künftigen Bedrohungen besser umzugehen.

Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Bundesministerium für Bildung und Forschung - BMBF) gefördert und von der Charité Universitätsmedizin Berlin koordiniert. Das UKHD ist aktuell an 13 von insgesamt 20 Verbundprojekten in der 2. Förderperiode beteiligt

Forschungsprojekte NUM 2.0 (zweite Förderperiode) am UKHD (ab Januar 2022)

Infrastrukturlinien

  • Folgeprojekt von CODEX
  • Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur CODEX als Routinedatenplattform (RDP)
  • Plattform für ‚Pandemic Preparedness‘ auch jenseits von COVID-19
  • Stellt technische Grundlagen für bestehende und zukünftige NUM-Forschungsprojekte unter Gewährleistung des Datenschutzes bereit 

 

Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Martin Dugas, Dr. Fleur Fritz-Kebede

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  • RACOON etabliert eine landesweite Infrastruktur als End-to-End-Lösung für radiologische Forschung, KI-Training und Biomarker-Entwicklung während der COVID-19-Pandemie und darüber hinaus. Die Bildgebungsplattform bietet bildbasierte Diagnose, Management und Folgeforschung. Alle deutschen Universitätskliniken beteiligen sich an diesem Verbundprojekt. Die Förderphase 2022-2024 wird die kontinuierliche Verfügbarkeit der RACOON-Infrastruktur sicherstellen und eine stabile und erweiterbare homogene Bildannotations- und Analyseinfrastruktur in allen teilnehmenden Kliniken aufrechterhalten. Diese Infrastruktur ermöglicht orchestrierte klinikübergreifende Forschung und Studien. Ausgelöst durch die außergewöhnliche Herausforderung einer globalen Pandemie schafft RACOON eine einzigartige kollaborative Infrastruktur, die unseres Wissens in Bezug auf Funktionalität und Umfang beispiellos ist. RACOON ermöglicht landesweit multizentrische Bildgebungsforschung in der gesamten akademischen radiologischen Gemeinschaft und reduziert gleichzeitig den organisatorischen Aufwand für die verteilte Biomarkerentwicklung und das föderierte KI-Training. Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Hans-Ulrich Kauczor
  • Ausbau des bereits bestehenden AKTIN Netzwerkes in mind. 50 Notaufnahmen im Jahr 2022 und in mind. 70 Notaufnahmen im Jahr 2023 (vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)
  • Bundesweite Infrastruktur für Echtzeit-Versorgungsforschung und Surveillance
  • Datenschutzkonforme, tagesaktuelle und standardisierte Dokumentation in Notaufnahmen
  • Projektverantwortliche/r: Dr. Bastian Bruns

Forschungslinien

  • Weiterentwicklung und Ausbau von NAPKON
  • Etablierung eines langfristig bestehenden (nachhaltigen) Forschungsnetzwerkes aus Wissenschaftler:innen und Ärzt:innen für klinische Studien
  • Rekrutierung einer hochqualitativen Kohorte von COVID-19 erkrankten Patienten
  • Untersuchungsdaten zu Akut- und Langzeitfolgen von COVID-19
  • Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Uta Merle
  • Folgeprojekt von CODEX
  • Weiterentwicklung einer nachhaltigen und integrierten Dateninfrastrukturlösung für die Pandemievorsorge

Projektverantwortliche: Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christoph Dieterich, Prof. Dr. Martin Dugas, Dr. Fleur-Fritz-Kebede

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(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)

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  • Aufbau einer interdisziplinären Forschungs- und Monitoringplattform zur Untersuchung der Auswirkung der COVID-19 Pandemie auf die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Till Bärnighausen, PD Dr. Claudia Denkinger

(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)

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  • Etablierung eines interdisziplinären Forschungsnetzes

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Till Bärnighausen, PD Dr. Claudia Denkinger

(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung

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  • Folgeprojekt von DEFEAT PANDEMIcs
  • Deutschlandweites Obduktionsnetzwerk, das insbesondere im Pandemiefall hilft, systematische und standardisierte Erkenntnisse über Krankheitserreger zu erlangen
  • Weiterentwicklung als Plattform der multizentrischen Autopsieforschung auch jenseits von COVID-19
  • Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Peter Schirmacher
  • Projektkoordination: Dr. Laura Hartmann

(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)

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  • Aufbau einer kooperativen, anpassungsfähigen und nachhaltigen Infrastruktur für die Pandemievorsorge/-abwehr

Projektverantwortliche: PD Dr. Claudia Denkinger, Prof. Dr. Till Bärnighausen

(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)

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Als Use Case der RACOON-Basisinfrastruktur wird im Rahmen der COMBINE-Studie („Entwicklung und Anwendung von bildbasierten Biomarkern für die Prädiktion und Prognoseabschätzung von PatientInnen mit COVID-19“) für PatientInnen eine vollständige bildgebende Phänotypisierung inkl. metabolischer, kardiovaskulärer, pulmonaler, hepatischer und neurologischer Gesundheit erstellt. Radiologische Daten haben sich in der COVID-19-Pandemie als erkenntnisreiches Mittel für die Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von PatientInnen erwiesen. Die entstehenden standardisierten radiologischen Datensätze werden in die RACOON-Plattform eingespeist, um für kollaborative Forschungsprojekte zur Verfügung zu stehen.

Projektverantwortlicher:  Prof. Dr. Hans-Ulrich Kauczor

(Vorbehaltlich der Mittelfreigabe/Mittelbewilligung)

Ad-hoc Projekte

  • Infektionsmedizinisches Screeningprogramm für Flüchtlinge aus der Ukraine

Projektverantwortlicher: PD Dr. Claudia Denkinger, Prof. Dr. Martin Zeier, Dr. Claudius Speer

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  • Optimierung der Pandemiesteuerung mit Nutzung von etablierten Strukturen
  • Aufbau einer kontinuierlich arbeitenden Dateninfrastruktur
  • Transparenz der Versorgungslage im Gesundheitsbereich als Grundlage künftiger Kriseneinschätzung
  • Projektverantwortliche/r: Prof. Dr. Martin Dugas, Prof. Dr. Uta Merle

 

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Forschungsprojekte NUM 1.0 am UKHD (April 2020 – Dezember 2021)

Das AKTIN-Notaufnahmeregister (Aktionsbündnis für Informations- und Kommunikationstechnologie in Intensiv- und Notfallmedizin) erfasst Daten zum Beginn des stationären Verlaufs und bietet durch die Vollerfassung der Covid-19-Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme einen guten Überblick über die Versorgung der Betroffenen. Im Rahmen des NUM-Projekts soll das AKTIN-Notaufnahmeregister durch die Anbindung weiterer universitärer und nicht-universitärer Notaufnahmen zu einer flächendeckenden und damit deutschlandweiten Infrastruktur zur Echtzeitversorgungsforschung ausgebaut werden. Im Kontext der Corona-Pandemie werden hierbei insbesondere wichtige Daten zur aktuellen Lage in deutschen Notaufnahmen an das Robert-Koch Institut (RKI) in Echtzeit übermittelt.

Projektverantwortlicher: PD Dr. Lars Kihm

Grundlage für die Steuerung und Eindämmung in einer Pandemie ist das Wissen um Infektionen und Übertragungen. Dazu bedarf es effektiver und verhältnismäßiger Test- und Überwachungsstrategien für verschiedene Bevölkerungsgruppen, die Daten zur Früherkennung von COVID-19-Infektionsketten liefern. Ziel ist die prompte Bereitstellung qualitätsgeprüfter Empfehlungen für lokale, regionale und überregionale Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Gesundheitswesen, der Gesellschaft und der Politik. 26 Universitätsklinika in den zwei übergreifenden Bereichen „Testmethoden“ und „Surveillance Management und Tools“ arbeiten dabei zusammen und entwickeln eine gemeinsame integrierte Plattform. Unterschiedliche Test und Surveillancestrategien sollen mittels Literaturrecherche, Befragungen und Erprobung verglichen werden.

Projektverantwortliche: PD Dr. Claudia Denkinger

  • Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) baut mit der Forschungsdatenplattform CODEX eine sichere, erweiterbare und interoperable Plattform zur Bereitstellung von Forschungsdaten zu Covid-19 auf, die die Universitätskliniken bundesweit verbindet. Damit sollen der Wissenschaft strukturierte Daten mit hoher Qualität zur Verfügung gestellt und neuartige Auswertungen ermöglicht werden. Die standortübergreifende Plattform soll es ermöglichen, auch komplexe Forschungsfragen auf breiter Datenbasis zu beantworten. Somit kann sie zu einem besseren Verständnis der Erkrankung Covid-19 beitragen, als Grundlage für politische Entscheidungen dienen sowie die Entwicklung von innovativen und qualitativ hochwertigen Diensten und Anwendungen für Gesundheitseinrichtungen, Bürgerinnen und Bürger voranbringen. Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christoph Dieterich, Dr. Oliver Heinze

Die Ausbildung von schützender Immunität kann Infektionen verhindern und die COVID-19- Pandemie entscheidend beeinflussen. Daher ist es besonders wichtig, Immunitätsmerkmale auf individueller wie auch auf Bevölkerungsebene zu identifizieren und zu beurteilen: Wer ist wodurch und wie lange vor einer SARS-CoV-2 Infektion immunologisch geschützt? Wie kann immunologischer Schutz von wenigen immunen Personen auf viele nicht-immune Personen übertragen werden?

An vielen Standorten in Deutschland laufen hierzu bereits Untersuchungen. Wesentliches Ziel ist daher, die Vernetzung und Harmonisierung dieser Forschungsansätze, sowie die Etablierung von zentralen Plattformen. Das Projekt bündelt die Expertisen und Daten vieler Forschenden aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Immunologie, Virologie, klinische Infektiologie, Pneumologie und Mikrobiologie aus ganz Deutschland. Im Verbundprojekt COVIM werden Parameter definiert, die es ermöglichen, in standardisierter Weise Immunität gegen COVID-19 zu bestimmen. Darüber hinaus werden Therapien und Medikamente entwickelt, die darauf abzielen immunologische Schutzmechanismen auf Erkrankte oder auf Personen mit hohem Erkrankungsrisiko zu übertragen.

Am UKHD wird im Rahmen von COVIM die Immunantwort von immunsupprimierten Patienten nach Organtransplantation auf die COVID-19 Impfung untersucht.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Martin Zeier, Dr. Claudius Speer

Ziel des Netzwerks ist der Aufbau eines deutschlandweiten Obduktionsnetzwerks für den Pandemiefall, um systematisch und strukturiert Daten und Erkenntnisse möglichst vollständig, umfassend und zeitnah zu erfassen und diese der Forschung zur Auswertung zur Verfügung zu stellen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Peter Schirmacher

Ziel dieses Projektes ist es, ein harmonisiertes, erweiterbares und interoperables Netzwerk aufzubauen, um sowohl die Bekämpfung der aktuellen Covid-19 Pandemie und ihrer Folgen als auch zukünftiger Pandemien jeden Ursprungs zu unterstützen. Dies erfordert eine ausführliche Dokumentation klinischer Daten zu präventiven, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einschließlich detaillierter Informationen über aktuelle Risikofaktoren und potenzielle Biomarker für Krankheitsverläufe und -ergebnisse.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Uta Merle

Das übergeordnete Ziel des „Nationalen Kompetenznetz Organo-Strat“ besteht in einem wesentlichen Beitrag zum Verständnis von COVID-19 und den mit der Erkrankung assoziierten, multiplen Organbeteiligungen.

Es soll ein Netzwerk von Universitätskliniken und Hochsicherheitslaboren etabliert werden, um Standards für Organmodelle, gezielte Infektionen, native Gewebe- und Autopsieproben, Analysen und das Datenmanagement in Form einer vereinbarten Prozesskette zur Erforschung von Covid-19 und anderer Erkrankungen umzusetzen. Darüber hinaus soll eine größere Anzahl an Organ-Modellen entstehen, die aussagekräftigere Studien erlauben.

Anhand von COVID-19 etabliert Organo-Strat eine modulare flexible Struktur, die zukünftig sofort bei Auftreten eines neuen Erregers, im Sinne der „pandemic preparedness“, Informationen zur organspezifischen Stratifikation erbringen kann.

Projektverantwortlicher: Dr. Steeve Boulant

 

Das Projekt wird als erstes dieser Größenordnung eine landesweite Infrastruktur zur strukturierten Erfassung radiologischer Daten von Covid-19-Fällen errichten. Der Datenbestand wird zum einen die in Echtzeit befundeten und analysierten Daten Covid-19-verdächtiger Pneumoniefälle nutzbar machen. Zum anderen können hochstrukturierte Daten, beispielsweise zur Unterstützung von KI-Entwicklungen, bereitgestellt werden.

Die Daten dienen einerseits als wertvolle Entscheidungsgrundlage für epidemiologische Studien, Lageeinschätzungen und Frühwarnmechanismen. Andererseits bietet sich die Möglichkeit für die Automatisierung diagnostischer und bildverarbeitender Schritte.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Hans-Ulrich Kauczor

Fach- und Organspezifische Arbeitsgruppen (FOSA)

Die FOSA wurde gegründet, um einen inner- und interdisziplinären Austausch der verschiedenen medizinischen Fach- und Organrichtungen zu ermöglichen. Die Aufgaben der FOSA umfassen u.a. die Entwicklung und Mitberatung von NUM-Teilprojekten.

Außerdem bilden die FOSA-Sprecher:innen den Fachbeirat, der regelmäßig tagt und auf interdisziplinärer Ebene die Weiterentwicklung vom NUM unterstützt. Bei Fragen, oder wenn Sie ein Teil der FOSA Community werden wollen, informieren sich hier NUM FOSA (netzwerk-universitaetsmedizin.de).

Lokale Stabsstellen (LokS) am UKHD

An allen 36 beteiligten Universitätsklinika wurde eine lokale Stabsstelle eingerichtet, die die Maßnahmen des NUM an ihrem Standort koordiniert.

Aufgaben der LokS:

  • Zentrale Ansprechpartner für Wissenschaftler: innen und Ärzt: innen in den NUM-Teilprojekten und -Infrastrukturen
  • Administrative Unterstützung und Koordination der NUM-Aktivitäten
  • Kommunikation mit den Projektbeteiligten am UKHD, den Projektkoordinator: innen und der Koordinierungsstelle in der Charité Berlin

Ansprechpartner:

Alice Arianna – Leitung lokale Stabsstelle des NUM 
+49 6221 56-37390 
alice.arianna(at)med.uni-heidelberg.de


Dr. Julia Detzer – Referentin lokale Stabsstelle des NUM 
+49 6221 56-37753 
julia.detzer(at)med.uni-heidelberg.de