Femoroacetabuläres Impingement

Bereich Sportorthopädie und Sporttraumatologie

Definition der Erkrankung

Das Impingement (dt.: Zusammenstoß) des Hüftgelenkes ist ein Engpasssyndrom, bei dem es zu einem knöchernen Anschlag der Pfanne und des Oberschenkelknochens kommt.

Weitere Informationen

Ursachen

Das Impingement kann sowohl durch knöcherne Anbauten des Oberschenkelhalses (Cam-Deformität) als auch der Hüftpfanne (Pincer-Deformität) verursacht werden. Bei schon länger bestehenden Beschwerden kommt es darüber hinaus zu einer Schädigung der Gelenklippe (Labrum) und des angrenzenden Gelenkknorpels. Daher gilt es die verschiedenen Formen des Impingements möglichst frühzeitig zu erkennen und individuell zu therapieren.

Ablauf der Behandlung

Nach Zusammenschau der klinischen und radiologischen Befunde erfolgt die individuelle Therapieempfehlung.

Diese beinhaltet neben gezielt physiotherapeutischen Maßnahmen, insbesondere bei anhaltenden Beschwerden arthroskopische Verfahren („Schlüssellochchirurgie“). Bei komplexen Fällen sind auch minimal-invasive und offene Eingriffe (chirurgische Hüftluxation) sinnvoll. Bei zusätzlichen angeborenen Veränderungen des Hüftgelenks, wie dem Überdachungsdefiztit der Pfanne (Hüftdysplasie), werden auch zweizeitige Eingriffe, mit zunächst arthroskopischer Behandlung des Schadens im Gelenk und nachfolgender Wiederherstellung der Hüftkopfüberdachung (Korrekturosteotomien am Becken) durch die Kollegen der Kinderorthopädie nach ca. 6-12 Wochen, zur Wiederherstellung der schmerzfreien Gelenkfunktion und des langfristigen Gelenkerhalts, durchgeführt.

Im Rahmen der universitären Patientenversorgung verfügen wir über eine breite Expertise und die notwendige Erfahrung hinsichtlich arthroskopischer, minimal-invasiver und offener Operationsverfahren und können so die für den Patienten am besten geeignete Therapie wählen.

Die Eingriffe erfolgen in einem hierauf spezialisierten OP-Saal im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes.

Nachsorge

Je nach Umfang des operativen Eingriffs empfehlen wir anschließend eine Teilbelastung von 20 kg an Unterarmgehstützen für wenige Tagen bis zu 2 Wochen, bei offenen Eingriffen bis zu 6 Wochen. Während der Teilbelastung raten wir zur Thromboseprophylaxe. Um einen optimalen Therapieerfolge zu erreichen, sollte die individuell festgelegte und initial begonnene Physiotherapie regelmäßig ambulant weiter durchgeführt werden.

Spezialisten

  • Portrait von Dr. med. Yannic Bangert

    Dr. med. Yannic Bangert

    Leitender Orthopäde am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar
    Teamarzt TSG 1899 Hoffenheim

    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
    Sportmedizin

    Schwerpunkt

    Gelenkerhaltende Chirurgie des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks